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Südamerika Roadtrip – die Vorbereitungen

September 2026 – Die Vorbereitungen für unseren Südamerika-Trip

7. September

Irgendwann, im inzwischen langsam zu Ende gehenden Sommer hier in Spanien, kam die Frage auf: Wohin soll es denn als Nächstes gehen? Von hier aus in Richtung Norden haben wir es schon bis zum Zipfel geschafft. In Richtung Osten waren wir auch schon recht fleißig, wenn auch nicht immer mit dem LKW. Es zieht mich zwar weiterhin in diese Richtung, aber aktuell ist es aufgrund der vielen Unruhen in dieser Himmelsrichtung für uns nicht das Richtige. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – wir schaffen es schon noch mit dem Truck nach China 😉

Auch in Nordafrika haben wir schon einiges bereist … Es standen also weiter in das südliche Afrika oder eben Südamerika zur Auswahl – tatsächlich mussten wir nicht besonders lange überlegen und kamen übereinstimmend zu dem Entschluss: AUF NACH SÜDAMERIKA.

Ok, wie geht man die Sache an …?

Klar – erst mal müssen wir den LKW irgendwie dahin bekommen. Mit Seabridge hatte ich schon einmal einen netten Kontakt für die geplante Verschiffung nach Kanada, die dann aber unserer Tour gen Osten zum Opfer gefallen ist. Also bei Seabridge angerufen und die Möglichkeiten abgeklopft. Man kann von Europa aus entweder nach Uruguay oder nach Kolumbien verschiffen. Unsere Wahl fiel auf Uruguay, genauer auf Montevideo. Wunschtermin für die Ankunft war irgendwann Anfang bis Mitte Oktober. Schnell war der passende Termin gefunden, und freie Plätze gab es auch. Per E-Mail bekamen wir ein passendes Angebot und sehr umfassende Unterlagen dazu, was alles zu beachten ist. Super netter, hilfsbereiter und professioneller Service bei Seabridge.

Für alle, die sich fragen, was so eine Verschiffung kostet, hier mal die Infos für eine überschlägige Kalkulation (Stand September 2026):

In unserem Fall lagen wir bei etwa:

  • 45 Euro pro Kubikmeter Fahrzeugvolumen für die eigentlichen Frachtkosten
  • 700 Euro Treibstoffzuschlag – laut Angebot abhängig von der Länge des Fahrzeugs
  • 550 Euro ETS-EU Emission Trading Surcharge – ebenfalls abhängig von der Länge
  • 80 Euro Frachtpapiere
  • 285 Euro Hafengebühren in Antwerpen

Wir kamen so auf rund 5.900 Euro

  • etwa 1.350 USD für den Agenten und die Hafengebühren in Montevideo (das muss aber vor Ort bar gezahlt werden)

Außerdem haben wir noch eine Versicherung für die Überfahrt abgeschlossen, deren Preis vom Zeitwert des Fahrzeugs abhängt. Die Reedereien übernehmen keinerlei Haftung für Schäden am Fahrzeug oder für Gegenstände, die auf der Überfahrt irgendwie verschwinden 😉 Von daher ist es vermutlich nicht die schlechteste Investition, auch wenn ich sie gerne vollkommen umsonst bezahlt hätte 😉 Schauen wir mal …

Dass die Reedereien die Fahrpläne nie so genau einhalten, wurde uns schon von Anfang an mitgeteilt, sodass es auch keine Überraschung war, dass unser Termin für die Abgabe in Antwerpen in mehreren Etappen vom 4. September über den 10. auf den 17. verschoben wurde – das ist auch heute, am 7. September, noch so. Das Auto steht also schon seit einigen Tagen fertig gepackt und vorbereitet vor der Haustür.

Ich denke, Ende der Woche machen wir uns gemütlich auf den Weg und machen noch einen Zwischenstopp in Frankreich. Es sind ja doch gut 2.000 km von Gibraltar bis Antwerpen.

Wir hatten von Seabridge sehr detaillierte Listen bekommen, was im Fahrzeug mit verschifft werden darf und was nicht. Des Weiteren ist es auch so, dass gerade auf der Route nach Südamerika immer wieder Sachen aus den Fahrzeugen verschwinden. Das Fahrzeug irgendwie zu sichern, macht auch nicht wirklich Sinn, da man alle Schlüssel – auch die der Wohnkabine und aller Staufächer – mit abgeben muss 😉 Das ist auf Routen zu anderen Zielen nicht immer der Fall, da muss man oft nur den Schlüssel für die Fahrerkabine/Zündschlüssel abgeben – irgendwie müssen die Mitarbeiter das Fahrzeug ja bewegen. Bei GRIMALDI müssen alle Schlüssel abgegeben werden … und sie sind die Einzigen, die RoRo, also Fahrzeuge, die nicht in einen Container gepackt werden, nach Südamerika verschiffen. Also einfach genau überlegen, was man wohin in das Auto packt und was man im Flieger in ein paar zusätzlichen Koffern mitbringen kann.

Ich habe auch noch ein paar Zettel für die Zollinspektion, bei der man in Antwerpen angeblich auch nicht dabei sein darf, im Fahrzeug verteilt – in der Hoffnung, dass sie einer liest 😉 Ebenso eine kleine Bedienungsanleitung, wie man das Teil überhaupt fährt, für den netten Herrn, der den Truck auf das Schiff und wieder runter fährt. Bin gespannt – der Gedanke fühlt sich etwas komisch an …