Start in Spanien
25.12.2025
Nach einem wundervollen Weihnachtsfest in Spanien hieß es heute für mich: Abflug. Zunächst geht es nach Deutschland, um die restlichen Feiertage mit dem Teil der Familie zu verbringen, der dieses Jahr nicht dabei sein konnte. Vor allem aber muss ich meine geheime Reisebegleitung für den ersten Kurztrip einsammeln!
Abschied in Málaga
Judith fuhr mich mittags zum Flughafen in Málaga. Sie wird beim ersten Teil der Reise nicht dabei sein; wir sehen uns erst am 26. Januar in Asien wieder – ich vermisse sie jetzt schon!
Der Flughafen war gespenstisch leer. Offensichtlich zieht es am ersten Weihnachtsfeiertag nicht viele Menschen in die Lüfte. Ich stapfte mit zwei hoffnungslos überladenen Gepäckstücken zum Lufthansa Check-in und konnte direkt durchgehen – kein Mensch vor mir! Die Lufthansa-Mitarbeiterin lächelte die vier Kilo Übergepäck pro Tasche mit einem freundlichen „Feliz Navidad“ einfach weg, und mein Hab und Gut verschwand auf dem Förderband. „Sie sitzen am Notausgang, ist das okay für Sie?“ – Absolut, über mehr Beinfreiheit beschwere ich mich nicht!
Auch der Security Check war in wenigen Minuten erledigt. Gerade mal eine Handvoll Leute an den vier geöffneten Schleusen – bisher ist der 25.12. als Reisetag nur wärmstens zu empfehlen! Das Flugzeug war maximal zu einem Drittel besetzt, und eine gute halbe Stunde vor der geplanten Zeit stieg ich bei einem Temperatursturz von 20 Grad in Deutschland aus dem Flieger.
Mein Gepäck kam schon nach zehn Minuten vom Band. In Frankfurt stehe ich sonst gefühlt eine Ewigkeit! Mein Bruder stand bereits vor der Tür, um mich einzusammeln – heute läuft logistisch einfach alles perfekt.
Zuerst ging es zu den Kindern. Lotta rief schon ganz aufgeregt an und fragte, wann ich endlich käme. Max war selbst gerade beim Kofferpacken: Er macht sich heute Nacht noch auf den Weg zu den Chaos Computer Tagen in Hamburg.
Doch davor stand noch die Bescherung für die beiden an. Lottas Geschenk hatte mich selbst tagelang in Aufregung versetzt. Ich konnte vor ein paar Wochen tatsächlich Flüge für uns beide zwischen den Jahren nach Rovaniemi ergattern – zum Polarkreis, zum Weihnachtsmann!
Ich war schon einmal mit Judith dort. Damals, als wir im Santa Claus Village beim Weihnachtsmann waren, beschloss ich: Hier muss ich unbedingt mit Lotti hin, solange sie noch wenigstens ein bisschen klein ist. Ich meine, ihr könnt das ja nicht wissen: Das ist nicht irgendein Weihnachtsmann – das ist DER Weihnachtsmann, der Echte!
Wie auch immer, die Flüge sind gebucht, und am Samstag geht es los. Ich glaube, Lotta hat noch gar nicht so ganz verstanden, was jetzt auf sie zukommt.
Unser Kumpel Marko hat uns ein Zimmer in seinem Haus in Rovaniemi organisiert – bei ihm standen wir damals schon eine Woche mit dem LKW vor der Tür. Traumhaft! Dank seiner Hilfe konnte ich in den 2,5 Tagen, die wir dort verbringen, sogar noch eine Hundeschlitten-Tour bei einem Bekannten von ihm buchen. Um diese Zeit des Jahres bekommt man eigentlich weder ein Hotel noch eine Hundeschlitten-Tour – Weihnachten ist Hauptsaison im Weihnachtsmann-Dorf.
Jetzt ist es reichlich spät. Also geht es noch kurz zu meinen Eltern, um „Frohe Weihnachten“ zu wünschen, auch sie ein bisschen zu überraschen und danach noch ein bisschen zu quatschen. Danach falle ich müde in meinem alten Kinderzimmer ins Bett.
Morgen geht es weiter…